....stellt die am häufigsten angewandte Methode der drei anerkannten Psychotherapieverfahren in Deutschland dar, bei denen die Krankenkassen in der Regel die Kosten übernehmen. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte den nachfolgenden Links:
Psychodynamische Organisationdanalyse und Beratung, Einzel- und Teamsupervision
stellt eine wirksame Methode dar um Prozesse in
Organisationen, Teams und Institutionen besser zu verstehen und damit
wirksame Veränderungsprozeße unterstützend zu begleiten. Hier
geht es natürlich nicht um Behandlung von Krankheiten sondern um
Supervision, ursprünglich von Behandlerteams, z.B. Stationsteams im
Krankenhaus etc. jetzt aber auch von Teams in Betrieben, Institutionen
etc. Dabei kommen die Methoden der tiefenpsychologischen
Gruppentherapie zur Anwendung. Typische Gruppenphänomene bilden sich in
allen Teams ab und können funktional sehr günstige Wirkungen auf
Kooperation und Solidarität in der Gruppe haben, aber auch durchaus
dysfunktional wirken und die Effektivität der Gruppe lähmen, einzelne
zu Sündenböcken machen oder durch falsche Rücksichtnahme manche
notwendige Kritik und klärende Gespräche verhindern.
Affektive Störung
Unter
dem Begriff "Affektive Störungen" (affektive Psychosen) werden die
Erkrankungsformen der endogenen Depression und der Manie
zusammengefaßt. Unter Depression ist ein Gefühlszustand zu verstehen,
der durch große Traurigkeit und Besorgnis gekennzeichnet ist. Der
Betroffene fühlt sich wertlos, schuldig und zieht sich von anderen
zurück. Weitere Anzeichen einer endogenen Depression sind
Schlafstörungen, Mangel an Appetit und sexuellem Interesse sowie eine
Antriebs- und Interesselosigkeit. Die Manie dagegen ist gekennzeichnet
durch verstärkten Antrieb, Hochgestimmtheit und überschießende
Phantasie, die den Betroffenen oft zu irrationalem Handeln verführt,
was auch als eine Folge der mangelnden Impulskontrolle zu verstehen ist. Neurotische Störung
Diese
Krankheitsgruppe bildet keine Einheit sondern ist eher eine
Sammelbegriff für all jene Erkrankungen, bei denen frühere Erfahrungen
das Erleben des Menschen so nachhaltig prägen, dass sowohl die
Wahrnehmungen des gegenwärtigen Geschehens, vor allem die Wahrnehmung
der gegenwärtigen Beziehungen deutlich eingeschränkt sind, weil von den
Personen der Gegenwart zwangsläufig die gleichen Verhaltensweisen
erwartet werden, wie von den früheren wesentlichen Beziehungspersonen.
Dadurch wird es sehr schwer, gegenwärtige Situationen richtig zu
verstehen, vor allem aber fast unmöglich, sich sinnvoll und
wirkungsvoll in diesen missdeuteten Situationen zu verhalten. Die Folge
sind eine Vielzahl "neurotischer Störungen", die als Versuch zu
verstehen sind, mit dieser Schwierigkeit fertig zu werden, Meist
entwickelt man dann eine undefinierbare Angst, manchmal auch ständige
Gereiztheit, Depressionen mit Antriebslosigkeit, Verlust der
Lebensperspektive etc. Vor allem aber leidet man unter großen
Schwierigkeiten in den Beziehungen zu seinen Mitmenschen.Die
klassischen Neurosen wie Depression, Angstneurose, Hysterie und
Zangsneurose bildeten schon bald die Domäne der Psychotherapie, wobei
die früheren Konkurrenzkämpfe zwischen Verhaltenstherapie und den
tiefenpsycholoigschen Verfahren allmählich einer Differentialindikation
weichen, d.h., man führt erst einmal eine sorgfältige Diagnose durch
und überlegt dann, gemeinsam mit dem Patienten, welche Therapie die
geeignete ist. Belastungsstörung
Die
derzeit bekannteste Erkrankung in diesem Bereich ist die
posttraumatische Belastungsstörung, die mit modernen
psychotherapeutischen Verfahren behandelt wird. Hier kommen vor allem
imaginative Verfahren zur Anwendung.
Natürlich gibt es aber auch eine Reihe weiterer schwerer Belastungen,
die zu erheblichen Beschwerden, z.B. Schlafstörungen, vielfältige
körperliche Störungen, Angst und Depressionen führen. Dabei handelt es
sich dann nicht um neurotische Erkrankungen im eigentlichen Sinne
sondern um Reaktionen auf schwere Belastungen. Die Behandlung
unterscheidet sich deshalb auch vom Vorgehen bei klassischen Neurosen,
ist sehr viel stärker situationsbezogen und richtet sich auf die
Bewältigung der konkreten Problematik.
Typisch für solche Belastungen sind neben schweren Unfällen,
Gewalterfahrungen und Missbrauch auch schwere körperliche Erkrankungen
wie Krebs, M.S., oder der Verlust naher Angehöriger, Krisen in Familie
und Beruf und leider in zunehmendem Maße auch Mobbing.
Persönlichkeitsstörung
Dieser
Begriff beinhaltet ein weites Spektrum sehr unterschiedlicher
Erkrankungen, die alle von tiefgehenden Störungen in der Persönlichkeit
gekennzeichnet sind. Bekannt sind etwa die narzisstische Störung
(schwerwiegende Selbstzweifel und Selbstunsicherheit), die
Borderlinestörung (Unsicherheit in der Beurteilung der sozialen
Realität, der eigenen Möglichkeiten und Grenzen, etc.), manche Süchte,
pathologische Erlebens- und Verhaltensweisen in sozialen Beziehungen
etc. Zuweilen leidet die Umgebung mehr unter den Störungen als der
Patient selbst, was eine Behandlung sehr schwierig machen kann. Dennoch
besteht eine dringende Indikation zur Behandlung, die manchmal viele
Jahre dauern kann und eine sehr vertrauensvolle und tragfähige
Beziehung zwischen Patient und Therapeut voraussetzt. Deshalb ist es
manchmal sinnvoll, sorgfältig zu suchen und sich erst dann auf eine
langfristige Behandlung einzulassen, wenn die "Wellenlänge" stimmt.
Häufig ist auch eine Kombination mit medikamentöser Behandlung
notwendig, dann, wenn die Intensität der Gefühle quälend wird oder die
Heftigkeit der Impulse es schwer macht, sein Verhalten noch sinnvoll zu
steuern.
Die ICD-10 definiert Persönlichkeitsstörungen als "tief verwurzelte,
anhaltende Verhaltensmuster, die sich in starren Reaktionen auf
unterschiedliche persönliche und soziale Lebenslagen zeigen. Sie
verkörpern gegenüber der Mehrheit der betreffenden Bevölkerung
deutliche Abweichungen im Wahrnehmen, Denken, Fühlen und in den
Beziehungen zu anderen. Solche Verhaltensmuster sind meistens stabil
und beziehen sich auf vielfältige Bereiche des Verhaltens und der
psychologischen Funktionen. Häufig gehen sie mit einem
unterschiedlichen Ausmaß persönlichen Leidens und gestörter sozialer
Funktionsfähigkeit einher.
Die Erfassung und Einteilung der Persönlichkeitsstörungen im
deutschsprachigen Raum orientiert sich noch weitgehend an der
klassischen typologischen Beschreibung von K. Schneider, der eine
Einteilung in hyperthyme, depressive, selbstunsichere, fanatische,
geltungsbedürftige, stimmungslabile, explosible, gemütlose, willenlose
und asthenische Persönlichkeiten vorschlug.
Persönlichkeitsstörungen werden nach der ICD 10 (F6) den verschiedenen
Verhaltensmustern entsprechend unterteilt in spezifische
Persönlichkeitsstörungen, kombinierte Persönlichkeitsstörungen,
andauernde Persönlichkeitsänderungen nach Extrembelastung sowie abnorme
Gewohnheiten und Störungen der Impulskontrolle.
somatoforme/funktionelle Störungen
Bei somatoformen/funktionellen Störungen zeigen sich Krankheitssymptome vor allem in folgenden Organsystemen:
Muskulatur und Skelettsystem-
Atmungsorgane-
Herz- u. Kreislaufsystem-
Haut-
Magen-Darm-Trakt-
Ausscheidungs- und Sexualfunktionen. Für
funktionelle Störungen/somatoforme Störungen sind vielfältige,
wiederholt auftretende und häufig wechselnde körperliche Symptome
charakteristisch. Die meisten Kranken haben eine lange und komplizierte
Leidenskarriere hinter sich, ohne dass eine organische Ursache des
Leidens tatsächlich gefunden wurde.
Die somatoformen bzw. funktionellen Störungen können sich auf jeden
Körperteil oder jedes System des Körpers beziehen. Der Verlauf der
funktionellen bzw. somatoformen Störung ist chronisch und führt häufig
zu einer langdauernden Störung im sozialen, zwischenmenschlichen und
familiären Verhalten.
Die ständige Beschäftigung mit den Symptomen der
somatoformen/funktionellen Störungen führt zu andauernden Leiden und
dazu, dass die Patienten mehrfach bei Ärzten vorstellig werden, sich zu
Spezialisten überweisen lassen, in der Hoffnung, dass durch
Zusatzuntersuchungen vielleicht doch eine organische Ursache des
Leidens gefunden wird ("Doctors hopping").
Häufig klagen Patienten mit somatoformen/funktionellen Störungen über
folgende Symptome:
Bauchschmerzen, Übelkeit, Gefühl von Überblähung, schlechter Geschmack
im Mund oder extrem belegte Zunge, Klagen über Erbrechen oder
Rückförderung von Speisen, Klagen über häufigen Durchfall.
Atemlosigkeit ohne Anstrengung, Brustschmerzen.
Auffälligkeiten beim Wasserlassen, vermehrter Harndrang, unangenehme
Empfindungen im oder um den Genitalbereich, Klagen über ungewöhnlichen
oder verstärkten vaginalen Ausfluss.
Klagen über Fleckigkeit oder Farbveränderung der Haut, Schmerzen in den
Gliedern, Armen, Beinen oder Gelenken, unangenehme Taubheit oder
Kribbelgefühl und Jucken. Psychovegetative Störungen mit überwiegend seelischen Ursachen:
Es finden sich psychische Störungen ohne organische Grundlage bei einer
normalen Realitätswahrnehmung. Das Verhalten ist nur in geringem Maße
gestört, die Patienten erleben sich häufig nicht als krank; die
Konflikte, die zur Krankheit der somatoformen/funktionellen Störung
führen, sind nur in geringem Maß verdrängt und stammen mehr aus der
aktuellen Situation und weniger aus der frühen Kindheit.
Die Symptome der somatoformen/funktionellen Störungen sind häufig
diffus, lassen sich aber auf eine Leitsymptomatik zentrieren. Fast
immer besteht eine vegetative Übererregbarkeit. Psychovegetative funktionelle bzw. somatoforme Störungen mit
überwiegend körperlicher Symptomatik:
Es liegen körperliche Störungen vor ohne Schädigung des Gewebes oder
nachweisbarer physiologischer Funktionsstörungen, bei denen emotionale
Faktoren in der Entstehung die entscheidende Rolle spielen. Die
somatoformen bzw. funktionellen Störungen werden meist an einem
Organsystem besonders stark erlebt (Leitsymptomatik)
Psychosomatische Erkrankungen
Diese
Krankheitsgruppe ist schwer zu definieren. Früher meinte man damit eine
Gruppe spezieller Erkrankungen, z.B. Magengeschwür, Migräne,
rheumatische Beschwerden, Allergien etc. ( die sieben heiligen Kühe),
deren Ursachen man in der Psyche suchte, heute geht man von einem
wesentlich weiterem Krankheitsverständnis aus und schränkt den Begriff
nicht mehr auf die typischen "psychosomatischen" Krankheiten ein.
Vielmehr setzt sich allmählich ein ganzheitliches Krankheitsverständnis
durch, dergestalt, dass nicht mehr "Krankheiten" behandelt sondern
"Kranke", die an Leib und Seele leiden, natürlich mit sehr
unterschiedlicher Gewichtung. so betrachtet spielt die Psyche immer
mehr oder weniger mit, zuweilen in einem Ausmaß, dass Heilung nur
möglich ist, wenn auch die Psyche behandelt wir. Typisch wäre etwa eine
Asthma-Erkrankung, die zweifellos eine körperliche Erkrankung ist, aber
auch durch seelische Belastungen ausgelöst werden kann. Für den
Patienten ist es deshalb außerordentlich wichtig, sein Leben so zu
führen, dass er seelische Belastungen voraussehen und sich darauf
sinnvoll einrichten kann. So erwirbt er eine gewisse "Stressresistenz"
und die Anfälle werden deutlich weniger. Ähnliches gilt für viele
Erkrankungen, die entweder selbst eine schwere seelische Belastung
darstellen oder durch seelische Belastung ausgelöst, zuweilen auch
verstärkt werden. Psychosomatische Medizin beinhaltet deshalb immer
beides, die körperliche Behandlung (meist beim Hausarzt) und die
Psychotherapie (beim Therapeuten) und setzt eine gute Zusammenarbeit
von allen Beteiligten voraus. Leider gibt es bei vielen Patienten und
Therapeuten noch häufig die Vorstellung, man könne alleine durch
Psychotherapie organische Erkrankungen heilen. Das mag in Einzelfällen
möglich sein, sinnvoller aber ist es, von der Gleichzeitigkeit von
körperlicher und seelischer Reaktion auszugehen, auch wenn mal deutlich
das körperliche, mal das seelische Geschehen im Vordergrund steht. Der
ganze Mensch ist krank und wird am ehesten gesund, wenn alle Aspekte
seines Leidens bei der Behandlung berücksichtigt werden. Psycho-Traumatologie
Die
häufigsten Traumafolgen, mit denen wir in der Praxis konfrontiert
werden sind die Folgen schwerer Unfälle, die Erschütterung durch eine
schwere Krankheit, den Verlust eines nahen Angehörigen, aber auch die
Folgen von Vergewaltigung, Raub und anderen Folgen grausamer Gewalt.
Immer häufiger Angst
Die Angst als normale Alarmreaktion in einer Gefahrensituation
verselbständigt sich häufig nach einem Trauma, dergestalt, dass sie
nicht nur auftritt, wenn der Betreffende wieder in Gefahr kommt sondern
schon durch geringe Auslösereize hervorgerufen werden kann. Irgend ein
Geräusch, ein Geruch, eine Person, die mit dem Täter Ähnlichkeit hat
oder irgend etwas, was auch nur entfernt an die traumatische Situation
erinnert ruft bereits Entsetzen hervor und führt womöglich zu einem
weiteren sehr typischen Symptom, dem Wiedererleben des Traumas (flash- back, Intrusionen)
Im Unterschied zum normalen "Erinnern" tauchen nicht mehr nur abstrakte
Gedanken und Begriffe auf, sondern das Geschehen ist wieder in Gänze
da, wie in einem sehr realistischen Tagtraum, vor allem aber verbunden
mit allen entsetzlichen Gefühlen. Dies geschieht tagsüber, in allen
möglichen Situationen, überfallsartig, aus "heiterem Himmel" und
bedeutet eine massive Beeinträchtigung im Leben des Betroffenen. Erhöhte Erregung, geringe Frustrationstoleranz
Traumatisierte Menschen "vertragen nicht mehr viel", reagieren schnell
gereizt, haben nahe am Wasser gebaut und kommen schnell auf Touren.
Aber auch das Gegenteil, die Erstarrung kann eintreten und der
Betroffene versteckt sich hinter einer Mauer der Unberührbarkeit. Vermeidung
Folgerichtigerweise versucht der Betroffene, alle Situationen zu
vermeiden, die ihn an die überstandene Gefahr erinnern. Wer das eine
Weile macht gerät in Isolation, ist bald alleine und kommt bald nicht
mehr aus seinem Teufelskreis heraus. Gefühle von ohnmächtiger Wut und Ausgeliefertsein
Die einmal erlebte Ohnmacht als Opfer einer Gewalttat, einer
gesundheitlichen Katastrophe, einer Mobbingkampagne o.ä., kann man
nicht mehr vergessen. Sobald man das Gefühl hat, die Kontrolle über
eine Situation zu verlieren stellt sie sich wieder ein und führt zu
sehr unterschiedlichen Reaktionen, meist Rückzug und Vorsicht, manchmal
auch Misstrauen etc. Gefühle der Schuld und Scham
Manche Patienten, vor allem Vergewaltigungsopfer entwickeln Schuld- und
Schamgefühle weil sie den Eindruck haben, sie hätten nicht genug getan,
um das Unglück zu vermeiden. Das ist zwar meistens unsinnig, aber sie
wechseln von der Rolle des Opfers in die des Täters und erleben doch
noch einen Rest von Handlungsfähigkeit in der Illusion, sie hätten es
auch anders machen können. Trauer und Depression
Dies sind normale Reaktionen auf die erlittenen Schmerzen und Verluste.
Häufig aber verharren Patienten in diesen Gefühlen, ihre Gedanken und
Gespräche drehen sich immer nur um das erlittene Elend. Damit belasten
sie ihre Umgebung, spüren es und ziehen sich in ihre depressive
Innenwelt zurück. Sie brechen die Kontakte ab und vereinsamen.
Psycho-Onkologie
Psychoonkolgie ist nicht der Versuch, Krebs mit Psychotherapie zu
heilen, es handelt sich auch nicht um die Behandlung von neurotischen
Erkrankungen. Psychoonkologie ist die psychotherapeutische Behandlung
von Krebskranken, die bei der Bewältigung ihrer Erkrankung in
Schwierigkeiten geraten. Heute können viele Krebsarten geheilt oder
zumindest so weit in Schach gehalten werden, dass man noch viele Jahre
lebt. Diese Zeit ist aber häufig von ständiger Angst oder den Folgen
der Behandlung (Bestrahlung, Chemotherapie) überschattet, so dass es
schwer fällt, eine angemessen Bewältigungsstrategie zu finden, die das
Leben auch noch lebenswert und schön macht. Dabei soll die
Psychoonkologie helfen. Gegenstand der Therapie ist dabei meist die
Bewältigung der Angst, die Trauer um die mit der Krankheit verbundenen
Einschränkungen, die Auseinandersetzung mit Leiden und Sterben und
immer wieder auch die Frage nach dem Sinn des Leidens, des Lebens, des
Sterbens, so dass dabei immer wieder auch Grenzbereiche berührt werden.